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Bruce Lee, die Legende
"Befreie Dich selbst von traditionellem Karate" Bruce Lee 1971 Er füllte die Tasse und schenkte weiter ein, bis diese überlief. "Genug!" unterbrach der Gelehrte abermals, "es kann nichts mehr reingehen". Nehmen wir an, verschiedene Personen, die in den verschiedenen Stilen der Kriegskünste ausgebildet sind, werden Zeuge eines Straßenkampfes. Ich bin sicher, wir würden von jedem eine unterschiedliche Version über das hören, was sie gesehen haben. Vom klassischen Stil zum Jeet Kune DoSolche Unterschiede sind ziemlich verständlich für jemanden, der einen Kampf (oder irgend etwas anderes) nicht als das sehen kann, "was es ist", solange er von seinem Standpunkt (z.B. einer Stilrichtung) geblendet ist. Deshalb wird er den Kampf durch die Linse seiner bestimmten (Kampf) Ansicht sehen. Doch "Combat" ist einfach und uneingeschränkt. Es ist nicht beschränkt auf die Perspektive oder die Ausbildung eines Kriegskünstlers. Wahre Beobachtung beginnt an dem Punkt, an dem abgeschlossene Muster abgelegt werden und richtige Freiheit taucht dann auf, wenn einer über den Systemen steht. Bevor wir das Jeet Kune Do untersuchen, betrachten wir einmal, was ein "klassischer" Kriegskunststil wirklich ist. Um damit zu beginnen, müssen wir zunächst die unbestreitbare Tatsache anerkennen, dass abgesehen von ihren schillernden Ursprüngen (von einem weißem, mysteriösem Mönch, von einem besonderem Boten im Traum oder einer heiligen Offenbarung) - Stile von Menschen erschaffen wurden. Eine Stilrichtung sollte daher niemals als eine religiöse Wahrheit angesehen werden, als Gesetze und Prinzipien, die nie gebrochen werden können. Der Mensch, das lebende, schaffende Individuum, ist immer wichtiger als jeder etablierte Stil. Es ist vorstellbar, dass vor langer Zeit ein Kriegskünstler unvollständige Wahrheiten entdeckt hat. Zu seinen Lebzeiten widerstand er jeder Versuchung, diese Teile der Wahrheit zu organisieren, obwohl dies auf der Suche nach Sicherheit und Gewissheit im Leben sicher ein menschliches Bedürfnis ist. Nach seinem Tod nahmen die Schüler "seine" Voraussetzungen, "seine" Vorlieben und "seine" Methoden" und verwandelten sie in Gesetze. Imponierende Glaubensbekenntnisse wurden erfunden, feierlich verstärkte Zeremonien verschrieben, strenge Philosophien und Muster gebildet usw., bis zum Schluss eine Institution errichtet wurde. Was also als flüssige Intuition einer Person begann, wurde in ein dauerhaftes, fixes Wissen transformiert, fertiggestellt mit organisierten, nummerierte Antworten, die in einer logischen Reihenfolge vorgestellt werden. Durch diese gutgemeinte Tat haben die loyalen Anhänger nicht nur einen heiligen Schrein aus diesem Wissen gemacht, sondern auch einen Grabstein aufgerichtet, unter dem sie das Wissen des Gründers begruben. Doch die Verzerrung endet nicht unbedingt hier. In Folge einer "anderen Wahrheit" organisiert ein anderer Kriegskünstler - vielleicht ein enttäuschter Schüler - eine gegensätzliche Lösung - so wie etwa der "weiche" Stil gegen den "harten" Stil, oder die "innere" Schule gegen die "äußere" Schule - und all diesen trennenden Unsinn. Bald wird aus dieser entgegengesetzten Richtung eine große Organisation mit eigenen Gesetzen und Mustern. Eine Rivalität beginnt, da beide Stile behaupten (alle anderen ausschließend), die Wahrheit zu besitzen. Vereinigung vs. Abgrenzung
Daher sind Stilrichtungen nichts anderes als zergliederte Teile des
einheitlichen Ganzen. Alle Stilrichtungen haben ähnliche Attribute:
Anpassung, Parteilichkeit, Absagungen, Verurteilung und eine Menge
Selbstrechtfertigung. Wenn man in einem einschränkenden Stil gefangen ist, kann man sich nicht vollständig ausdrücken. Der Kampf ist bedingungslos, ohne Grenzen, lebendig und in konstanter Veränderung. Dein bestimmter Stil, Deine persönlichen Vorlieben und Deine physischen Veranlagungen sind alles Teilaspekte des Kampfes, aber sie stellen nicht die Ganzheit des Kampfes dar. Sollte Deine Antwort abhängig werden von irgendeinem Teilsegment, so wirst Du reagieren wie es "sein sollte", anstatt auf die sich ewig ändernde Wirklichkeit. Erinnere Dich: Während das Ganze in all seinen Teilen nachgewiesen wird, stellt ein isolierter Teil - sei er effektiv oder nicht - nicht das Ganze dar. Lange, sich wiederholende Übungen werden sicherlich mechanische Präzision hervorbringen und Sicherheit, die mit jeder Routine kommt. Jedoch ist exakt diese Art von "ausgesuchter" Sicherheit eine Art "Krücke", die den totalen Wachstum eines Kriegskünstlers blockt oder ein sie einschränkt. Die JKD-MethodikViele Kriegskünstler entwickeln sogar tatsächlich eine solche Zuneigung und Abhängigkeit hinsichtlich ihrer "Krücke", so dass sie nicht mehr ohne diese laufen können. Folglich ist jede einzelne Technik - egal wie clever, entwickelt - tatsächlich ein Hindernis. An dieser Stelle möchte ich noch einmal klar betonen: Ich habe keinen neuen Stil, keine Zusammenfassung oder Modifikation erfunden. Ich habe keinesfalls JKD in eine bestimmte Form gebracht, die von Gesetzen regiert wird, die es von "diesem" Stil oder "jener" Methode unterscheiden. Im Gegenteil, ich hoffe meine Gefährten von der Sklaverei der Muster, Stile oder Doktrinen zu befreien. Im Gegensatz zu klassischen Kriegskünsten gibt es keine Serien von Regeln oder Einteilungen von Techniken, die eine bestimmte JKD-Methode des Kampfes darstellen. JKD ist keine besondere Form der Ausbildung, mit einer eigenen starren Philosophie. Es betrachtet den Kampf nicht aus einem einzigen Winkel, sondern viel mehr aus allen möglichen Winkeln heraus. Während JKD alle Wege benutzt, die ihren Zweck erfüllen (alles was funktioniert ist effektiv), ist es an keinen Weg gebunden und deshalb frei. Mit anderen Worten: JKD besitzt alles, ist aber in sich selbst von nichts besessen. Deswegen schlägt der Versuch fehl, JKD als einen bestimmten Stil zu definieren - sei es Chúan Fa, Karate, Straßenkampf oder Bruce Lee's Kriegskunst. In den meisten Fällen sind die angebotenen Mittel so sorgfältig ausgearbeitet, dass der Schüler ihnen eine enorme Aufmerksamkeit widmen muss, bis er allmählich kein Ende mehr sieht. Er endet damit methodische Routinen als antrainierte Erwiderung auszuüben, statt darauf zu antworten "was ist". Er bemerkt die Umstände nicht mehr, er führt auswendig gedrillte Antworten aus. Diese armen Seelen wurden unabsichtlich von der Krankheit des klassischen Kriegskunstrainings befallen. Ein wirklich guter Lehrer ist nie ein Erfinder der "Wahrheit", er ist ein Leiter, ein Betreuer. Ein Pionier auf dem Weg zur Wahrheit, die der Schüler für sich selbst entdecken muss. Deswegen studiert ein guter Lehrer jeden Schüler einzeln und ermutigt ihn, sich selbst zu erforschen, innerlich wie äußerlich, bis er letztendlich mit seiner Natur vereint ist. Ein guter Lehrer ist ein Katalysator. Neben tiefem Verständnis muss er auch einen aufgeschlossenen Geist besitzen, der flexibel und feinfühlig ist. Es gibt keine Normen im uneingeschränkten Kampf, denn dabei muss die Ausdrucksart frei sein. Diese befreiende Wahrheit ist nur real, wenn sie von dem Individuum selbst erfahren und erlebt wird. Eine Wahrheit, die Stile und Disziplinen übersteigt. Erinnere Dich auch, dass Jeet Kune Do nur ein Name ist, eine Bezeichnung, die wie ein Boot benutzt wird, um damit reisen zu können. Einmal am Ziel angekommen, wird es abgeworfen und nicht auf dem Rücken mitgetragen. Diese wenigen Abschnitte sind bestenfalls "ein Finger, der zum Mond zeigt". Bitte sehe den Finger nicht als Mond an, und fixiere Deinen Blick auch nicht zu intensiv auf den Finger, so dass Du all die wunderschönen Bilder des Himmels verpasst. Demnach besteht der Nutzen des Fingers darin, damit von sich selbst auf das Licht zu zeigen, das den Finger und alles beleuchtet. Der Kampf ist bedingungslos, ohne Grenzen.....Bruce Lee beschrieb das Jeet Kune Do einmal wie folgt: "Der Kampf ist bedingungslos, ohne Grenzen, lebendig und in konstanter Veränderung. Dein bestimmter Stil, deine persönlichen Vorlieben und deine physischen Veranlagungen sind alles Teilaspekte des Kampfes, aber sie stellen nicht die Ganzheit des Kampfes dar. Sollte deine Antwort von irgendeinem Teilsegment abhängig werden, so wirst du reagieren wie es sein sollte, anstatt auf die sich ewig ändernde Wirklichkeit. Erinnere Dich - während das Ganze all seinen Teilen nachgewiesen wird, stellt ein isolierter Teil - sei er effektiv oder nicht - nicht das Ganze dar. Lange, sich wiederholende Übungen werden sicherlich mechanische Präzision hervorbringen und Sicherheit, die mit jeder Routine kommt. Jedoch ist diese Art von ausgesuchter Sicherheit eine Art Krücke, die den totalen Wachstum eines Kriegers blockt oder einschränkt. Viele Kampfkünstler entwickeln sogar tatsächlich eine solche Zuneigung und Abhängigkeit, hinsichtlich ihrer Krücke, so dass sie nicht mehr ohne diese laufen können. Folglich ist jede einzelne Technik - egal wie clever entwickelt - tatsächlich ein Hindernis. An dieser Stelle möchte ich noch einmal klar betonen, Ich habe keinen neuen Stil, keine Zusammenfassung oder Modifikation erfunden. Ich habe keinesfalls Jeet Kune Do in eine bestimmte Form gebracht, die von Gesetzen regiert wird, die es von diesem oder jenem Stil oder Methode unterscheidet. Im Gegenteil, ich hoffe, meine Gefährten von der Sklaverei der Muster, Stile oder Doktrinen zu befreien. Also nun - was ist Jeet Kune Do? Ich bin der erste, der zugibt, dass es keine leichte Aufgabe ist, JKD in einem Artikel zu beschreiben. Wörtlich übersetzt heißt "Jeet" unterbrechen oder stoppen, "Kune" heißt die Faust und "Do" ist der Weg oder die ultimative Realität. Wie auch immer "Jeet Kune Do" ist nur ein angenehmer Name. Am Namen selbst bin ich nicht interessiert. Mich interessiert seine Wirkung oder Befreiung, wenn JKD als ein Spiegel zur Selbstprüfung benutzt wird. Im Gegensatz zu klassischen Kampfkünsten gibt es keine Serien von Regeln oder Einteilungen von Techniken, die eine bestimmte JKD-Methode des Kampfes darstellen. JKD ist keine besondere Form der Ausbildung mit einer eigenen starren Form der Ausbildung, mit einer eigenen starren Philosophie. Es betrachtet den Kampf nicht aus einem einzigen Winkel, sondern vielmehr aus allen möglichen Winkeln heraus. Während JKD alle Wege benutzt, die ihren Zweck erfüllen (alles was funktioniert, ist effektiv), ist es an keinen Weg gebunden und deshalb frei. Mit anderen Worten, JKD besitzt alles, ist aber in sich selbst von nichts besessen. Deswegen schlägt der Versuch fehl, JKD als einen bestimmten Stil zu definieren - sei es Chúan Fa, Karate, Straßenkampf, oder aber Bruce Lees Kampfkunst. Die Lehre von JKD kann nicht einfach durch ein System begrenzt werden. Da JKD gleichzeitig "das" und "nicht das" ist, lehnt es weder Stile ab, noch hält es an denselben fest. Um dieses zu verstehen, muss man die Dualität von "für" und "wider" zu einer organischen Einheit überschreiten, die ohne Unterschiede ist. Das Verständnis von JKD ist eine direkte Erkenntnis über diese Einheit. Es gibt keine vorrangierten Serien oder Katas in der Lehre des JKD, noch sind diese notwendig. Bemerke den feinen Unterschied zwischen "keine Form haben" und "formlos" sein. Das erste ist "Ignoranz" das zweite Überlegenheit. Durch ein instinktives Körpergefühl kennt jeder von uns seine wirksamsten und dynamischsten Wege, um Kraft, Gleichgewicht in den Bewegungen und den wirtschaftlichen Einsatz von Energie zu erreichen. Der Kern dieses Verstehens liegt im Geiste jedes einzelnen. Doch solange dieser nicht berührt wird, bleibt alles unsicher und oberflächlich. Wahrheit kann nicht verstanden werden, solange wir kein volles Verständnis über uns selbst und unserem Potential haben. Danach ist das Wissen über die Kampfkünste letzten Endes Wissen über uns selbst. An dieser Stelle fragst Du Dich vielleicht" Wie kann ich dieses Wissen bekommen?" Dies musst Du ganz allein für Dich herausfinden. Du musst die Tatsache akzeptieren, dass es keine Hilfe außer der Selbsthilfe - gibt Aus diesem Grund kann ich Dir nicht sagen, wie Du Freiheit erreichst, da Freiheit in Dir existiert. Ich kann Dir nicht erzählen, wie Du Selbst-Wissen erreichst. Während ich raten kann, was nicht zu tun ist, kann ich dir nicht sagen, was du tun solltest, da dich dies auf eine bestimmte Methode begrenzen würde. Formeln können Freiheit nur verhindern, von außen diktierte Vorschriften nur die Kreativität vernichten und Mittelmäßigkeit hervorrufen. Merke: Freiheit, die durch Selbsterkenntnis kommt, kann nicht durch strenges Festhalten an eine Formel erworben werden.. Wir werden nicht plötzlich frei. Wir sind einfach frei. Lernen ist definitiv nicht nur eine Form der Imitation, auch nicht die Fähigkeit, steifes Wissen anzusammeln und es zu wiederholen. Lernen ist ein kontinuierlicher Prozess der Entdeckung. Ein endloser Prozess, Im JKD beginnen wir nicht mit der Ansammlung, sondern mit der Entdeckung des Grundes unserer Unwissenheit. Eine Erfahrung, die einen Enthüllungsprozess beinhaltet. Leider sind die meisten Kampfkunst-Schüler Konformisten, denn statt zu lernen, auf sich selbst zu zählen, um sich so auszudrücken, folgen sie blind ihren Lehrern Nicht mehr für sich fühlend, finden sie Sicherheit in der Massen-Imitation. Das Produkt dieser Imitation ist ein abhängiger Verstand. Die selbständige Analyse. die für ein geniales Verständnis notwendig ist, wird geopfert. Schau Dich in den Kampfkünsten um, sei Zeuge der Ansammlung der Routinekünstler, Trickartisten, unempfindlichen Roboter, Verherrlicher der Vergangenheit usw. Wie oft haben uns verschiedene Meister gesagt, dass Kampfkunst wie das Leben selbst ist? Aber wie viele verstehen wirklich, was sie da sagen? Das Leben ist in dauernder Bewegung. Leben ist eine konstante Chance, kein Stillstand. Statt wahllos mit dem Prozess der Veränderung zu fließen, haben viele von diesen vergangenen und gegenwärtigen "Meistern" eine Illusion von festen Formen erschaffen, starr verschrieben auf traditionelle Konzepte und Techniken. - So erstarrt das gesamte immer Fließende, die Ganzheit wird seziert. Ein kläglicher Anblick ist, aufrichtige Schüler zu sehen, die gewissenhaft diese Imitationsübungen wiederholen, ihre eigenen Schreie und seelische Rufe hörend. In den meisten Fällen sind die angebotenen Mittel so sorgfältig ausgearbeitet, dass der Schüler ihnen eine enorme Aufmerksamkeit widmen muss. bis er allmählich kein Ende mehr sieht. Er endet damit, methodische Routinen als antrainierte Erwiderung auszuüben, statt darauf zu antworten, "was ist?". Er bemerkt die Umstände nicht mehr, er führt auswendig gedrillte Antworten aus. Diese armen Seelen wurden unabsichtlich von der Krankheit des klassischen Kriegskunsttrainings befallen. Ein guter Lehrer studiert jeden Schüler einzeln und ermutigt ihn, sich selbst zu erforschen, innerlich wie äußerlich, bis er letztendlich mit seiner Natur vereint ist. Ein guter Lehrer ist ein Katalysator Neben tiefem Verständnis muss er auch einen aufgeschlossenen Geist besitzen, der flexibel und feinfühlig ist. Es gibt keine Normen im uneingeschränkten Kampf, denn dabei muss die Ausdrucksart frei sein. Diese befreiende Wahrheit ist nur real, wenn sie von dem Individuum selbst erfahren und erlebt wird. Eine Wahrheit, die Stile und Disziplinen übersteigt. Erinnere dich auch, dass Jeet Kune Do nur ein Name ist, eine Bezeichnung, wie ein Boot benutzt wird, damit reisen zu können. Einmal am Ziel angekommen, wird es abgeworfen und nicht auf dem Rücken mitgetragen, Diese wenigen Abschnitte sind bestenfalls "ein Finger, der zum Mond zeigt". Bitte sehe den Finger nicht als Mond an, und fixiere Deinen Blick auch nicht intensiv auf den Finger, so dass Du all die wunderschönen Bilder des Himmels verpasst. Demnach besteht der Nutzen des Fingers darin, damit von sich selbst auf das Licht zu zeigen das den Finger und alles beleuchtet." Zu Bruce Lee selbstMan schrieb den 27. November 1940, als in der Chinatown von San Francisco im Tung Wah Hospital ein kleiner Junge geboren wurde, dessen Name in der Action Filmgeschichte einen beispiellosen Platz einnehmen sollte. Sein Vater Lee Hoi Chuen, ein Meister des Tai Chi Chúan, war stolz auf seinen kleinen Stammhalter - seine Mutter nannte Ihn Lee Jun Fan. Den Namen Bruce bekam der kleine Chinese von der Chefärztin des Geburtskrankenhauses Mary Glover, die den stolzen Eltern die bereits ausgefüllte Namensurkunde überreichte. Der Cartoonist Yuan Buyun (sein Comic "Sai Lo Cheung" wurde 1950 von Regisseur Feng Feng mit Bruce Lee in der Hauptrolle unter dem Titel "The Kid" verfilmt) gab ihm den Namen Lee Lung und Li Siulung (übersetzt heißt dies soviel wie Drachen bzw. kleiner Drache). Lee Hoi Chuen, ein gefragter Komödiant auf den Bühnen Asiens, war mit der Theatergruppe "Cantonese Opera Company" in den USA auf Tournee, als sich die Geburt des kleinen Drachens ankündigte. Später kehrte der kleine Bruce zusammen mit seinen Eltern und seinen Geschwistern Agnes, Phoebe und Peter nach Hongkong zurück, wo kurz darauf sein Brüderchen Robert zur Welt kam. Sein Leinwanddebüt gab Bruce Lee bereits 1946 im alter von sechs Jahren, als er in einer kleinen Nebenrolle in dem Streifen "The Beginning of a Boy" zu sehen war. Es gibt aber Anhaltspunkte die aufzeigen, dass er vermutlich schon als Baby mit vor die Kamera genommen wurde. 1948 stand er an der Seite seines Vaters in "My Son a Cheung" vor der Kamera, wo er einen rowdyhaften, überall gefürchteten Waisenjungen spielte. Bereits im zarten Alter von nur drei Monaten gab Bruce Lee neben seinem Vater sein Debüt auf der Bühne. Er spielte in dem Stück "Golden Gate Girl". Sein Vater unterrichtete Bruce im Tai Chi Chúan, wodurch nicht zuletzt der Geist des kleinen Drachen auf die Kriegskünste gerichtet wurde. Vom Prügelknaben über den Studenten zum FilmstarDiesem Image blieb der junge Bruce vorerst auch treu. Seine schulischen Leistungen am St. Francis Xavier College in Hongkong waren seinerzeit mehr als dürftig. Auf Hongkongs Straßen hingegen entwickelte sich Bruce Lee immer mehr zum gefürchteten Raufbold. Er drohte auf die schiefe Bahn zu geraten ... Sein eigenes Statement dazu: "Ich war unruhig und suchte ständig den Kampf. Wing Chun war meine Welt (er trainierte Wing Chun unter Yip Man ab seinem 13. Lebensjahr) und ich wollte das Erlernte so schnell wie möglich ausprobieren. Wenn ich einen Kampf verlor, trainierte ich so lange, bis ich den Sieg errungen hatte." Im übrigen, gibt es weit mehr Bilder von Bruce mit Yip Man als von Leung Ting, der gerne behauptet einer von Yip Mans Schülern gewesen zu sein!Was man, wenn man ihn in Filmen sieht, überhaupt nicht zutraut, ist die Tatsache, dass er in seiner Rebellischen Zeit auch sein tänzerisches Talent zeigen konnte, er gewann damit sogar einen Cha-Cha-Cha Wettbewerb. Seine Auseinandersetzungen mit den verschiedensten Hongkong Clans brachte ihn schließlich fast ins Gefängnis. Um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen und damit ihm seine US Bürgerrechte erhielten blieben trieb ihn seine Mutter zur Rückkehr nach San Francisco. So kam Lee 1959 mit knapp 18 Jahren wieder in seine Geburtsstadt zurück. In San Francisco angekommen, musste er schnell lernen, dass er ein Fremder in einem fremden Land war. Er siedelte kurze Zeit später nach Seattle um, wo er eine Anstellung als Küchenhilfe in dem chinesischen Restaurant "Ruby Chan" bekam. Bruce kam zur der Überzeugung, mit einer abgeschlossenen Schulausbildung größere Chancen auf einen guten Job zu haben und schrieb sich an der Edison High Shool ein, wo er später einen ganz passablen und für viele nicht denkbaren Abschluss machte. Er ging nach Washington, um an der Universität Philosophie zu studieren. Während seiner Studienzeit unterrichtete er seine Mitkommilitonen im Chúan Fa. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch seine spätere Frau Linda Emery kennen. 1964 feierten sie Hochzeit zum Leidwesen seiner Schwiegermutter Vivian, die nichts unversucht ließ die beiden zu trennen. Zu dieser Zeit brachte Bruce seine Kampfkunstkenntnisse zu Papier. Er nannte sein Werk "Chinese Kung Fu - the Philosophical Art of Self-Defense". Ende 1964 siedelten die Lee´s nach Oakland/Kalifornien über, wo Bruce Lee mit Linda eine Kampfkunstschule eröffnete. Schnell eilte dem Chinesen der Ruf eines exzellenten Technikers voraus, und über Schülermangel brauchte der junge Ehemann sich nicht zu beklagen. Die Einladung zu Ed Parkers großem Long Beach Turnier brachte für den Chinesen aus Kanton den Beginn einer großen Karriere. Bruce Lee gewann entgegen vieler falscher Behauptungen, er hätte nie selbst gekämpft, die Heavyweight-Division im Vollkontakt, und alle staunten über seine blitzschnellen Techniken. Doch dieses Turnier hatte noch weitere Überraschungen für ihn parat. Er lernte u.a. Kampfkunstgrößen wie Chuck Norris, Mike Stone, Joe Lewis, Larry Hartsell, Fumio Demura, Jhoon Rhee, Mohammed Ali und Bob Wall kennen. Nicht zu vergessen den Initiator der Long Beach International, den Vater des Kenpo-Karate, Ed Parker. Ed Parker hatte die Videobänder von der Long Beach Veranstaltung seinem Schüler Jay Sehring gezeigt, der mit dem Fernsehproduzenten William Dozier befreundet war. Dieser suchte für die Fernsehproduktion "The Green Hornet" eine Besetzung für die Rolle des Kato. Neben dem Hauptdarsteller van Williams ( Brid Reid "Green Hornet") kämpfte Bruce Lee als maskierter Assistent Kato, um dem Recht zum Sieg zu verhelfen. Trotz aller guten Prognosen wurde die Serie nach nur 26 Folgen, die in den USA wöchentlich vom 9. September bis zum 24. März 1965 ausgestrahlt wurden, zum Flop. Doch für Bruce Lee sollte die amerikanische TV-Serie in Hongkong zum Sprungbrett zu einer beispiellosen Filmkarriere werden. Während dieser Zeit perfektionierte Bruce Lee seine eigene Lehrmethode und nannte sie "Jeet Kune Do - The Way of Intercepting Fist" - (Die Technik der einfallenden Faust oder besser, dass Konzept einen gegnerischen Angriff bereits in seiner Startphase zu eliminieren). Sein Konzept war, auf Schnörkel und Tradition zu verzichten und nur die effektiven Techniken schnell und kompromisslos einzusetzen. Das Jahr 1965 hatte für den Chinesen krasse Höhen und Tiefen. Zum einen wurde mit Brandon der lang ersehnte Traum eines Sohnes wahr, darüber hinaus versöhnte er sich nach langer Zeit mit seiner Schwiegermutter Vivian, zum anderen aber starb sein über alles geliebter Vater. Er reiste kurzentschlossen nach Hongkong, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Lange hielt es Bruce Lee nicht in der Asienmetropole, und so kehrte er wieder nach Los Angeles zurück, um seine Karriere beim Film weiter voranzutreiben. Seine Trainingsmethoden gefielen einigen Action-Darstellern wie Steve McQueen oder auch James Coburn, die fortan zu seinen Schülern zählten. Dazu gesellten sich Drehbuchautoren, Kameramänner und auch Produzenten, die teilweise Privatunterricht bei ihm nahmen. Sein Preis war hoch, und so bekam er für eine Stunde bis zu 275 $, doch seine Filmkarriere verlief im Sande. So stürzte er sich Hals über Kopf in seine Lehrmethode, das Jeet Kune Do, und hatte in kurzer Zeit drei große Schulen in Seattle, Los Angeles und in Oakland. Doch die Angebote aus Hollywood blieben aus. Als dann auch noch die von Bruce Lee mitkreirte Serie "Kung Fu" anstatt mit ihm mit dem Schauspieler David Caradine besetzt wurde, kehrte der enttäuschte Bruce Lee nach Hongkong zurück. Vorerst reiste Bruce ohne seine Familie in die britische Kronkolonie. Er wollte die TV-Serie _Green Hornet" promoten, die mit dreijähriger Verzögerung dort angelaufen war. Doch das asiatische Publikum hatte kein Gefallen an dieser amerikanischen Produktion. Einzig die Rolle des Kato wurde akzeptiert, und somit auch Bruce Lee, der sie verkörperte. Bruce sprach bei unzähligen Filmstudios vor und reiste ständig zwischen Hongkong und den Staaten hin und her. Er wollte seine Familie erst nachkommen lassen, wenn er sich in Asien die Basis für einen Erfolg geschaffen hatte. ![]() Dann folgte die Einladung zu einer Talkshow im Hongkong-TV. Raymond Chow, der ehemalige Produzent der Filmgiganten Shaw-Brothers, der sich mit seiner eigenen Firma Golden Harvest selbstständig machte, lud Bruce Lee zu einem Gespräch ein. Kurze Zeit später wurde der erste Filmvertrag für zwei Hauptrollen unterschrieben. Mit den beiden Filmen " The Big Boss" und " Fist of Fury" gelang dem neuen Harvest-Star der absolute Durchbruch. Der Typus eines völlig neuen Helden war geboren. Fist of Fury setzte neue Maßstäbe bei der Darstellung von Gewalt und Zerstörung - eine neue Art von Actionfilm war im kommen. Erstmals verwandte Bruce Lee auch Waffen, u.a. Nunchakus. Der Film spielte fast 13 Millionen Hongkongdollar ein. Danach führte ihn ein neues Projekt zurück in die Staaten, dem Land, in dem er ursprünglich seine Kariere starten wollte. Er wollte zusammen mit Sterling Silliphant und James Coburn die gemeinsame Arbeit an "the silent flute" aufnehmen. 20th Century Fox zeigte Interesse an dem Film, bot aber nur ein geringes Budget an und dann noch mit der Auflag, dass man in Indien drehen wollte. Lee begab sich vor Ort und stellte resignierend fest, dass dies keinesfalls in Frage kam. Die Pagoden in Indien inspirierten ihn aber zu der Idee von "Game of Death". Lee konnte Dan Inosanto und Kareem Abdul Jabbar (Profi Basketballspieler und Schüler Lee´s) für seine Idee gewinnen und es wurden erste Probeaufnahmen gemacht. Ungefähr zur selben Zeit konnte Fred Weintraub, Ted Ahsley, den Vorstandsvorsitzenden von Warner Brothers, überzeugen ein Projekt mit Bruce Lee in der Hauptrolle anzugehen. So wurden insgesamt zwei Filme gedreht, wobei "Enter the Dragon" nicht mehr fertiggestellt werden konnte. Am frühen Nachmittag des 20. Juli suchte Bruce die Schauspielerkollegin Betty Tingpei auf, mit der er befreundet war und die eigentlich in seinem Film eine Hauptrolle übernehmen sollte. Zusammen waren sie zum Essen mit Rayond Chow geladen wo noch Details besprochen werden sollten. Bruce klagte über Kopfschmerzen, wie bereits des öfteren in den vergangenen Wochen. Darauf hin gab ihm seine Kollegin ein Schmerzmittel und Lee legte sich hin um etwas zu schlafen. Als Betty nach einer Weile nach Bruce schaute um ihn zu wecken, stellte sie fest, dass er bewusstlos geworden ist. In ihrer Not rief sie Raymond Chow an, der sofort einen Krankenwagen kommen ließ. Der erst 32 jährige Bruce wurde reanimiert, doch leider konnte ihm niemand mehr helfen. Als Todesursache wurde vermerkt: Hirnblutungen infolge einer Überempfindlichkeit gegen bestimmte pharmazeutische Produkte. Für viele nicht nachvollziehbar, dass ein junger und so erfolgreicher Mensch an solchen Dingen sterben kann, rankten sich in kürzester Zeit die wildesten Storys und Spekulationen um den Tod des Idols tausender junger Menschen und Kampfsportler in aller Welt. Bruce Lee als Erfinder und Inspirator
1964 - stellte Bruce Lee seinem Schüler Dan Inosanto erstmals eine für
damalige Verhältnisse Auf Lee´s Ratschlag hin entwickelte Jhoon Rhee die erste Kontaktausrüstung, bestehend aus Fuß- und Faustschützern, die die spätere Entwicklung hin zum Kickboxen erst möglich machte. Im übrigen erklärte Bruce Lee einem Reporter damals auf die ihm gestellte Frage nach dem was Wettkämpfer den eigentlich tun - "all what we do is kicking and boxing - so we do Kickboxing" - damit dürfte die Frage nach der Herkunft des Begriffes Kickboxen auch geklärt sein. Aus der von Jhoon Rhee entwickelten Ausrüstung leitet sich heute die gesamte Kontaktsportausrüstung ab. Die nötigen Zeichnungen erstellte Bruce Lee. Bruce Lee war einer der ersten, der regelmäßig mit Boxhandschuhen trainierte. Später entwickelte er Handschuhe (auf dem Bild sieht man den Rücken von Samo Hung, er spielte einen Kampfmönch in Enter the Dragon) mit den man auch greifen konnte, was für seine Interpretation der Martial Arts unerlässlich ist. Er war einer der ersten, die die Notwendigkeit eines Kontakttrainings erkannte und auch propagierte, während sich die meisten anderen Kampfstile immer weiter davon weg bewegten. Ein realitätsnahes Training ist ohne einen Kampf nicht möglich Jhoon Rhee, Grapplinghandschuh und Handpratze![]()
Jhoon Rhee half Bruce Lee bei der Entwicklung von Kontaktausrüstung. Die Grapplinghandschuhe sind ein aktuelles Modell von Handschuhen wie sie damals Bruce Lee entwickelte. Die Handpratze war eine weitereErfindung von Bruce Lee. |