
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Geschichte des Muay Thai
in den heute Thailändischen Nordwesten ein. Diese Völkerwanderung wurde
vor allem durch die im 13. Jahrhundert einfallenden Mongolen ausgelöst.
Mit den einwandernden Thai kam auch ihre Kriegskunst, dass Muay Thai
nach Thailand. 1220 vertrieben zwei Thai-Prinzen die in Sukhothai
ortsansässigen Khmer. 1238 bestieg der Thai Indratitya den Thron und
wurde erster Herrscher über Sukhothai. Von Sukhothai aus vollzog sich
die Gründung des Thai-Großreiches auf dem Gebiet des heutigen Thailand.
Unter Ram Khamheng (dritter König der Sukhothai Dynastie) dehnte sich die Herrschaft der Thai weiter Richtung Laos und Burma aus. Nach der Geschichte war es auch König Ram Khamheng der die besten Muay Thai Lehrer seines Landes zusammenbrachte, um ein geordnetes lehrfähiges System zu kreieren. Dieses neu kreierte System wurde für die Ausbildung der Krieger dringend gebraucht. Das thailändische boxen wurde in jener zeit an allen Schulen als vormilitärische Ausbildung unterrichtet. Ohne den Thailändischen Prinzen Narasuen (der Große), der selbst aus der Geiselhaft in Birma floh, gäbe es heute vermutlich kein Thailand mehr. Nach zahlreichen Kriegen warf er die Birmanen aus Thailand und gab seinem Vater den Thron Thailands zurück. Narasuen (Naresuon) war es auch, der in einem Zweikampf 1592 den birmanischen Thronfolger besiegte. Dieser Bericht gilt offiziell als erstes geschichtliches Dokument in dem Muay Thai erwähnt wird. Der Kampf selbst ist als der Sieg von Nong Saray berühmt geworden und veranlasste die nun führerlosen Birmanen das Gebiet entgültig zu verlassen. Muay Thai und seine großen Krieger
Der Geschichte zufolge stellte sich der Thai Nai Kha Nom Tom (Nhai Khon Don) am 17. März 1770 zehn Birmanen (andere Quellen sprechen von 12 Schwertkämpfern) nacheinander zum Kampf und besiegte alle. Nach seinem Sieg wurde ihm durch den König von Birma ein Wunsch erfüllt. Er wünschte sich die Rückkehr nach Thailand! Dies war das Aus seiner Geiselhaft in Birma – seither wird der 17. März als der Tag des Muay Thai mit Turnieren gefeiert. Die Thai sind ein stolzes Volk, vor allem wegen ihrer nahezu ununterbrochenen Unabhängigkeit, ihrer Kultur und Traditionen, zu denen eben auch das Muay Thai gehört. Der gebräuchlichste Name für Thailand ist Muang Thai, was soviel heißt wie Land der Freien. Deshalb wurde 1939 Thailand zum offiziellen Namen des bisher als Siam bezeichneten Landes. Ähnliche Kriegskünste wie das Muay Thai werden auch in anderen asiatischen Ländern u.a. Burma, Laos, Kambodscha betrieben. Sie sind weniger bekannt, gleichen aber dem thailändischen Boxen sehr. Muay Thai, Muay Boran und Krabi KrabongMuay Thai wird mit den acht traditionellen Grundwaffen, je zwei Fäuste, Ellbogen, Knie und Füße bestritten. Es ist nach wie vor eine sehr rituelle Kriegskunst, begleitet von Musik und dem Vai Kru zu Beginn des Kampfes, um die Götter günstig zu stimmen und Unheil zu verbannen. Neben dem Muay Thai gibt es noch das Krabi Krabong und das Muay Boran (Traditionelles Muay Thai). Das Krabi Krabong ist die traditionelle Kriegskunst mit Waffen wie Kurzer Speer, Schild und Schwert und Schwertern. Muay Boran ist Selbstverteidigung, die hauptsächlich mit den Muay Thai spezifischen Kampftechniken geführt wird.
|