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Progressive Self Defence System

Werter Leser, werte Leserin,

diesmal habe ich mich einem anderen Thema, nämlich der Aus- und Weiterbildung gewidmet. Etwas, dass eigentlich für jeden normal sein sollte, aber leider, vor allem in den Kampfsport- bzw. Kampfkunstarten und Stilen nicht gern praktiziert wird. Bevor jetzt ein Aufschrei der Empörung durch die Funktionärsebene geht, halte ich genau dieser Riege vor, diesen Vorgang zu fördern. Wieso? Ganz einfach, es mag zwar Auffrischungskurse für Fachübungsleiter und Trainer geben, doch wie viele der Meistergrade, Trainer, Fachübungsleiter, Prüfer (alle ggf. mit Lizenz) sind noch bereit zu darüber hinaus angebotenen Weiterbildungen in anderen Bereichen zu gehen?

Lebenslanges Lernen ist unverzichtbar ...

Unter dieser Überschrift stand in der Ausgabe der Nordbayerischen Nachrichten Nr. 213, S. 27 ... Sonderveröffentlichung Unterricht + Weiterbildung ... folgendes zu lesen.

>>Lebenslanges Lernen ist heute unverzichtbar. Sich fortwährend im Berufsleben für neue Aufgaben fit zu machen, sollte für Beschäftigte, aber auch Unternehmen eine Selbstverständlichkeit sein. [...] Mehr als 40 Fachlehrgänge in den unterschiedlichsten Bereichen bieten die Möglichkeit sich für die Herausforderungen der Zukunft zu qualifizieren. [...] Durch die Neuordnung der Handwerksberufe dürfen Betriebe zusätzliche Tätigkeitsgebiete abdecken. [...] <<

Schade, dass die meisten Meistergrade, Trainer, Fachübungsleiter, Prüfer usw. nicht bereit sind ihren Horizont zu erweitern. Sich meist nur auf eine Ausrichtung, also einen Stil beschränken und selbst innerhalb des Stiles nur einen Bereich verfolgen, den Blick nach rechts und links nicht tun wollen (oder dürfen)! Sich also, bildhaft gesprochen, in einer Einbahnstraße bewegen. Diese Sonderveröffentlichung der HWK spricht mir aus dem Herzen und bringt es auf den Punkt!

Regeln die nicht nur für Schüler gelten, sondern vor allem für diejenigen die es ihren Schülern vorleben müssten ... Meistergrade, Trainer, Fachübungsleiter, Prüfer usw.  ....

Das die Problematik besteht, beweisen Artikel wie z.B. der von Matthias Schießleder aus >der Budoka< 09/2002. Er beginnt unter der Headline >Trauerspiel< „Haben unsere `Großmeister´ eine Fortbildung nicht mehr nötig?“ Er beschreibt genau die oben bereits aufgezeigte Problematik. Hier noch ein kleiner Auszug aus seinem Artikel ... „Bei der Begrüßung des Referenten am Samstag waren 22 Dan-Träger anwesend. Am Sonntag waren es gerade einmal zwölf. [...] Ich frage, wo waren sie: unsere 23 Kreis-Dan-Vorsitzenden [...], unsere 70 Dan-Prüfer [...], unsere 24 Dan-Träger, deren Antrag auf eine Graduierung ehrenhalber ich auf dem Tisch liegen habe, alle Mitglieder unseres Kata-Ausschusses, der ja eigentlich Ausrichter des Seminars sein sollte, unsere sog. oder selbsternannten Landesreferenten und alle die Dan-Prüfungs-Aspiranten, die in absehbarer Zeit vor den (siehe oben) auch nicht anwesenden Dan-Prüfern ihre Prüfung ablegen möchten ???

Ja, ein einfaches Zahlenspiel, dass sich im übrigen leicht auf alle anderen Verbände umlegen ließe. Ich bin seit Jahren Mitglied in verschiedenen Verbänden und ich habe genau auf die gleichen Probleme in diesen Verbänden immer wieder hingewiesen auf die mein Sportkollege Schießleder in seinem Artikel eingeht. Geändert hat sich dadurch nichts ... doch ... ich bin als Querulant verschrien!

Lebenslanges Lernen ist unverzichtbar ... dies haben wir uns im Progressive Self Defence System auf die Fahne geschrieben, daher muss jeder Progressive Self Defence System Ausbilder sich über die Teilnahme an einer Fachübungsleiter-, Trainer- (C-, B- A-Lizenz) oder Lehrausbildung mit Abschlussprüfung qualifizieren. Auffrischungen und Lehrgänge sind Pflicht, ansonsten verliert man die Lehrbefähigung.

Von den oftmals gern zelebrierten Einschränkungen und Beschränkungen, u.a. Verbot der Teilnahme an Verbandsfremden Lehrgängen halten wir gar nichts. Unserer Ausbilder sollen zusätzlich Meister, Lehrer und/oder Lizenztrainer in Stilen wie (z.B.) Kickboxen, Jiujitsu, Filipino Martial Arts, Judo, Karate, Jeet Kune Do usw. sein. Unsere Mitglieder sind dazu angehalten Externe Lehrgänge zu besuchen, um eine stetige Weiterentwicklung auch des Progressive Self Defence System zu gewährleisten! Nur wer bereit ist sich weiterzuentwickeln kann in dieser sich stetig ändernden Welt bestehen!